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Reise durch die Zeit

Wer 100 Jahre wird, hat eine Geschichte und hat Geschichten zu erzählen: Wie hat es angefangen? Was sind die Meilensteine? Welche Kontinuitäten zeigen sich? Wo hat es Brüche gegeben? Kurz: Wie ist man geworden, was man heute ist.

Die Timeline wirft einen Blick in die Geschichte von Austrian Standards – ohne Nostalgie und ohne verklärenden Blick. Aber mit dem Bewusstsein, heute auf einem soliden Fundament zu stehen, von dem aus man die Zukunft im Auge hat und entschlossen auf dem Weg der Internationalität weitergeht.

1920
1920

Gründung des Österreichischen Normenausschusses für Industrie und Gewerbe ÖNIG am 23. September im Haus der Industrie. Rund 400 Experten arbeiten an Standards für Maschinenbau, Elektrotechnik und Kraftfahrzeugbau. Erster Präsident ist Wilhelm Exner, Initiator technisch-wissenschaftlicher Einrichtungen wie TGM, Technisches Museum, TÜV, Gewerbeverein.

1921
1921

Die erste Norm erscheint. ÖNORM M 1501 regelt metrische Gewinde. Sie bleibt – mehrfach aktualisiert – bis 2018 gültig.

1926
1926

In New York findet die 3. internationale Konferenz nationaler Normungsausschüsse statt. Sie ist die Geburtsstunde der International Federation of the National Standardizing Associations ISA. Unter den insgesamt 18 Teilnehmern ist auch Österreich – vertreten durch ÖNIG-Vizepräsident Paul Bretschneider.

1930
1930

Der ÖNIG feiert sein 10-jähriges Bestehen. Im Anschluss findet erstmals eine internationale Normentagung in Wien statt.

Wiederverlautbarung des Bundes-Verfassungsgesetzes mit Verordnung des Bundeskanzlers vom 1. Jänner 1930: Die Gesetzgebung in Sachen „Normenwesen“ wird Bundeskompetenz (1. Art. 10 Abs. 1).

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1932
1932

Zur Kennzeichnung genormter Erzeugnisse wird eine eigene Verbandsmarke eingetragen – später bekannt als ÖNORM GEPRÜFT.

Das Arbeitsgebiet der Normungsorganisationen erweitert sich ständig. Den Beispielen Deutschlands, Großbritanniens und Schwedens folgend, wird der ÖNIG in ÖNA Österreichischer Normenausschuß umbenannt.

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1938
1938

Das Ende (I) Mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland endet die selbstständige österreichische Normungsarbeit. Bei der letzten Hauptversammlung am 25. Mai wird der ÖNA aufgelöst und zur „Zweigstelle Wien des Deutschen Normenausschusses“.

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1942
1942

Das Ende (II) Aufgrund der Kriegsereignisse stellt die Federation of the National Standardizing Associations ISA ihre Tätigkeit ein.

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1945
1945

Neubeginn (I) Bereits kurz nach dem Wiedererstehen der Republik Österreich 1945 nimmt der ÖNA die eigenständige Normung wieder auf.

Die während des Nationalsozialismus eingeführten Dinormen (DIN) bleiben zwar weiter gültig, werden aber schrittweise durch „Oenormen“ ersetzt.

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1946
1946

Neubeginn (II) Am 14. Oktober kommen in London 25 nationale Normungsorganisationen zusammen. Dies ist die Geburtsstunde der International Organization for Standardization ISO, die ihre Tätigkeit am 23. Februar 1947 aufnimmt.

Der ÖNA ist Gründungsmitglied und leitet schon ein Jahr später zwei internationale Sekretariate: Feuerlöschgeräte und Stahlbeton.

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1948
1948

„OeNORM“ und „OeN“ werden für das Markenregister angemeldet.

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1954
1954

Das erste Normengesetz definiert einen rechtlichen Rahmen für die Normungsarbeit in Österreich.

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1959
1959

Österreich ist erstmals für drei Jahre Mitglied im ISO-Council, dem obersten Lenkungsgremium der internationalen Normungsorganisation.

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1961
1961

Start der europäischen Normung: Die nationalen Normungsorganisationen der EWG- und EFTA-Länder beginnen ihre nationalen Normen anzugleichen und gründen das Europäische Komitee zur Koordinierung der Normung (Comité Européen de Coordination des Normes) CEN, das später zum Europäischen Komitee für Normung (Comité Européen de Normalisation) CEN wird.

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1964
1964

Auf Einladung des ÖNA tagen die CEN-Mitglieder erstmals in Österreich (Salzburg). Innerhalb des CEN bestehen bereits 39 Arbeitsgruppen, in denen die Koordinierung der verschiedenen Arbeitsgebiete erfolgt.

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1966
1966

Ein Komitee der ISO erstellt erstmals eine Definition der Normung. Demnach ist Normung „auf den Ergebnissen der Wissenschaft, der Technik und der Erfahrung aufgebaut“.

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1969
1969

Umbenennung des ÖNA in Österreichisches Normungsinstitut ON, um noch besser der Vielfalt der Normungsthemen Rechnung zu tragen.

Das Ö wird zum O, weil es „bei Fremdsprachen und bei der elektronischen Datenverarbeitung Schwierigkeiten“ bereite.

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1970
1970

Erster Weltnormentag. Die ISO proklamiert den offiziellen Gründungstag (14. Oktober 1946) zum World Standards Day. Er wird seither gemeinsam mit IEC (Elektrotechnik) und ITU (Telekommunikation) jedes Jahr gefeiert, um die Bedeutung internationaler Normen und Standards in den Blickpunkt zu rücken.

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1971
1971

Eine Neufassung des Normengesetzes tritt in Kraft.

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1972
1972

Die erste Europäische Norm (ÖNORM EN 2 „Brandklassen“) wird verabschiedet.

 

ISO gibt erstmals – offiziell so bezeichnete – „International Standards“ heraus. Bis dahin heißen die Dokumente „ISO Recommendations“.

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1981
1981

CEN hält seine jährliche Generalversammlung in Wien ab, ebenso wie 1997. Das Normungsinstitut präsentiert dabei „Norm & Form“, ein Kalender- und Ausstellungsprojekt mit normgerechten Produkten, die für ihr Design ausgezeichnet wurden. Die Ausstellung ist auch zweimal in Brüssel zu sehen.

1983
1983

Nach insgesamt vier Übersiedlungen seit 1945 quer durch Wien bezieht das Normungsinstitut mit allen Abteilungen den Neubau in der Heinestraße 38, seinen heutigen Standort.

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1985
1985

Mit dem „New Approach“ übernimmt die Normung eine wesentliche Rolle beim Aufbau des Binnenmarkts. Harmonisierte Europäische Normen helfen von da an, die grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinien zu erfüllen. Erarbeitet werden sie auf Basis von EU- und EFTA-Mandaten in den Komitees von CEN und CENELEC (Elektrotechnik).

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1988
1988

Mit dem European Telecommunications Standards Institute ETSI wird für den Bereich Telekommunikation eine eigene europäische Normungsorganisation ins Leben gerufen.

Das Normungsinstitut ist die für Österreich verantwortliche „National Standards Organisation“ bei ETSI, 2016 wird Austrian Standards Institute ETSI-Mitglied.

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1991
1991

CEN und ISO stellen ihre Zusammenarbeit auf eine neue Basis. Das „Vienna Agreement“, unterzeichnet im Normungsinstitut in Wien, hilft, Parallelarbeiten zu vermeiden.

 

Um die Interessen von Konsumentinnen und Konsumenten in der Normung besser zu vertreten, wird mit Ministerratsbeschluss ein Verbraucherrat beim Normungsinstitut eingerichtet.

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1995
1995

Im Jahr des EU-Beitritts feiert das Normungsinstitut sein 75jähriges Bestehen mit einem Festakt im Staatsvertragssaal des Wiener Schlosses Belvedere. Bundespräsident Dr. Thomas Klestil spricht dabei von der „Königsidee der Normungsinstitute“.

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1997
1997

Start der internationalen Consulting-Tätigkeiten: Das Normungsinstitut organisiert Beratungs- und Schulungsmaßnahmen für Unternehmen, Organisationen und Behörden in verschiedenen Teilen der Welt, zunächst in den Reformstaaten Osteuropas.

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1998
1998

Veröffentlichung der ersten ONR: Sie entsprechen einem wachsenden Bedürfnis der Wirtschaft nach Regelwerken, die flexibler und rascher als klassische Normen erstellt werden können. Internationale Beispiele sind CEN Workshop Agreements oder ISO Technical Specifications.

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2000
2000

Anlässlich 80 Jahre Normungsinstitut wird bei einem Festakt im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses der Walzer „Normen“, opus 139, von Josef Strauß aufgeführt.

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2001
2001

Eine wissenschaftliche Studie in Deutschland, der Schweiz und Österreich belegt: Normung trägt rund 25 Prozent zum Wirtschaftswachstum bei sowie (nach heutigem Stand) etwa 2,5 Mrd. Euro zum Bruttoinlandsprodukt.

Untersuchungen im Vereinigten Königreich, in Australien oder Kanada kommen zu vergleichbaren Ergebnissen.

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2004
2004

Im Vorfeld der EU-Osterweiterung am 1. Mai 2004 steigt auch die Zahl der CEN- und CENELEC-Mitglieder. Ende 2003 sind alle nationalen Normungsorganisationen der zehn Beitrittsländer Vollmitglieder der „europäischen Normungsgemeinschaft“. Bulgarien und Rumänien folgen 2007. Heute haben CEN und CENELEC 34 Mitglieder.

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2008
2008

Gründung der Austrian Standards plus GmbH: Das Tochterunternehmen des Österreichischen Normungsinstituts ist verantwortlich für die Bereiche Verkauf und Service, Aus- und Weiterbildung sowie Zertifizierung. Ziel ist es, kundengerechte Dienstleistungen mit Mehrwert und innovative Angebote rund um Standards auszubauen.

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2009
2009

Aus Österreichisches Normungsinstitut wird Austrian Standards Institute. Der Namenswechsel 2009 trägt – so wie dann die Namensänderung 2018 – der weiter wachsenden internationalen Ausrichtung Rechnung. Seit 2018: Austrian Standards International – Standardisierung und Innovation.

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2015
2015

„Baunormen“ – gemeint sind damit auch Gesetze, Verordnungen, Förderrichtlinien etc. – stehen in der Kritik, die Kosten für Bauen und Wohnen in die Höhe zu treiben. Austrian Standards initiiert deshalb mit der Bundesinnung Bau das Dialogforum Bau Österreich – gemeinsam für klare und einfache Bauregeln, um Lösungen und Vereinfachungen anzustoßen.

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2016
2016

Mit 1. Jänner tritt ein neues Normengesetz in Kraft, das vorab auch international kontroversiell diskutiert wurde. Trotz erschwerter Rahmenbedingungen übernimmt Austrian Standards „aus Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Österreich und aufgrund großen Vertrauens“ die mit dem neuen Normengesetz verbundenen Aufgaben.

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2017
2017

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers IEEE – größte Berufsorganisation von Ingenieuren und Wissenschaftern in Elektrotechnik und Elektronik – eröffnet seinen Europa-Sitz in Wien. Das „European Technology Centre“ von IEEE ist im Haus von Austrian Standards untergebracht.

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2020
2020

Austrian Standards feiert sein 100-jähriges Bestehen.

Unter anderem halten CEN und CENELEC ihre gemeinsame Jahrestagung 2020 in Wien ab.

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