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Ausstellungseröffnung

Jubiläumsausstellung: Wirtschaftsministerin Schramböck eröffnet „100 Jahre Austrian Standards“

Gemeinsam mit Austrian-Standards-Präsident Walter Barfuß, Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha und Michael Mondria von Ars Electronica eröffnete Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heute die Ausstellung „100 Jahre Austrian Standards – Zukunft gestalten“. Die mit Ars Electronica gestaltete Schau bietet bis Ende 2021 Einblicke in die Welt der Standardisierung und zeigt, warum in unserem täglichen Leben – oft unbemerkt – „eins zum anderen“ passt.
Wien (AS prm, 22.09.2020)

Standards sind in unserem Leben allgegenwärtig. Man bemerkt sie aber meistens erst, wenn sie nicht da sind. Sie sorgen etwa dafür, dass Papier in den Drucker passt, Fahrräder nicht auseinanderfallen, Kleidergrößen verbindlich bleiben, Daten in einem Netzwerk sicher austauschbar sind oder Corona-Schutzmasken halten, was sie versprechen. Doch Standards machen unser Leben nicht nur sicherer und einfacher, sondern beflügeln auch die Wirtschaft.

100 Jahre – Sprache der Wirtschaft

„Standards sind seit 100 Jahren so etwas wie die ‚Sprache der Wirtschaft‘ und sorgen dafür, dass Handelspartner einander verstehen. Sie vereinfachen den Zugang zu internationalen Märkten und legen Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest. Die COVID-19-Krise hat zuletzt gezeigt, welche wichtige Rolle Standards auch bei der Lösung krisenhafter Situationen spielen können. Indem Austrian Standards die dringend benötigten Standards für Schutzmasken den betroffenen Kreisen kostenlos zur Verfügung gestellt hat, wurde die inländische Herstellung von persönlicher Schutzausrüstung gefördert“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bei der feierlichen Eröffnung von „100 Jahre Austrian Standards“.

100 Jahre - International vernetzt

``Die Beispiele unserer Preisträger zeigen den hohen Nutzen, den Standards für unser modernes Leben haben. Standards werden im Dialog zwischen Herstellern, Anwendern, Behörden und Forschern erarbeitet und laufend weiterentwickelt. Sie spiegeln wider, was Produkte oder Dienstleistungen sicher und fortschrittlich funktionieren lässt``, freut sich Stampfl-Blaha.

Mit 183 Komitees und rund 4.500 Experten und Expertinnen, die pro Jahr rund 2.000 neue internationale Standards entwickeln oder aktualisieren, verfügt Österreich über die höchste Expertenrate im europäischen Vergleich. Austrian-Standards-Präsident Walter Barfuß ergänzt: „Von Anfang an war für Österreich die internationale Vernetzung in der Standardisierung entscheidend. Wir waren Gründungsmitglied relevanter länderübergreifender Institutionen wie ISO und CEN. Durch diese internationale Ausrichtung konnten wir in den letzten 100 Jahren ein globales Netzwerk aufbauen und erreichen, dass österreichische Fachleute in mehr als 90 Prozent der europäischen und internationalen technischen Komitees mitarbeiten und Österreichs Einfluss auf dem europäischen Markt deutlich spürbar ist.“

Zukunftsthemen und gesellschaftliche Relevanz

Im Rahmen von „100 Jahre Austrian Standards – Zukunft gestalten“ wird gezeigt, was Standards überhaupt sind, wo sie gefunden werden können, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie sich über die letzten 100 Jahre entwickelt haben. Die mit Ars Electronica und „Come in“ gestaltete Ausstellung präsentiert in zahlreichen interaktiven Installationen die Geschichte der Standardisierung, bietet Einblicke in ausgewählte Standards und zeigt Zukunftsthemen auf.

Michael Mondria, Managing Director bei Ars Electronica: „Die Standardisierung hat viele verschiedene Dimensionen und ist geprägt von Diversität. Wir wollten dieser Vielfalt mit der Ausstellung Rechnung tragen. Unser Ziel war es, zu unterschiedlichen Standards einen informativen, innovativen und ästhetischen Einblick anzubieten. Leitgebend waren dabei für uns die Begriffe Innovation, Sicherheit, Vertrauen und Diversität.“ Die Ausstellung ist bis Ende 2021 im „House of Standards“ in der Heinestrasse 38 kostenlos zu besichtigen.

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